Temp Mail wirkt von außen einfach — Adresse eingeben, E-Mail bekommen — aber dahinter steckt echte Mail-Infrastruktur. Hier ist, was auf Protokollebene passiert.
Empfang: SMTP und MX-Einträge
Wenn jemand E-Mail an deine Temp-Adresse sendet, fragt sein Mail-Server den MX-Eintrag der Domain ab (z. B. mail.td). Der MX-Eintrag verweist auf die SMTP-Server von Mail.td. Der Server des Absenders öffnet eine SMTP-Verbindung auf Port 25 und liefert die Nachricht aus.
Das SMTP-Gateway von Mail.td akzeptiert die Nachricht und schreibt die geparste E-Mail in den Speicher. Der gesamte Empfangszyklus ist meist deutlich unter einer Sekunde nach dem „Senden“-Klick des Absenders abgeschlossen.
Nachricht parsen
Eine rohe E-Mail ist nicht nur Body. Es ist eine MIME-Multipart-Struktur mit Headern (From, To, Subject, Date, Message-ID), einem oder mehreren Text-/HTML-Teilen und Base64-codierten Anhängen. Mail.td parst die Nachricht, extrahiert jedes Teil und speichert es, damit die Postfach-UI schnell rendern kann.
Echtzeit-Zustellung an deinen Browser
Bei einer neuen E-Mail wird die Postfach-UI auf zwei Wegen benachrichtigt:
- WebSocket-Push — wenn dein Browser eine offene WebSocket-Verbindung hält, wird die ID der neuen E-Mail sofort beim Eintreffen geschickt
- Polling als Fallback — wenn WebSocket nicht verfügbar ist (Firewall, kurzer Ausfall), fragt die UI alle 10 Sekunden nach
Die E-Mail erscheint typischerweise 1–2 Sekunden nach Ankunft am SMTP-Gateway in deinem Postfach.
Speicherung und Bereinigung
Postfach-Passwörter werden in deinem Browser verarbeitet, bevor sie gesendet werden — der Server speichert nur einen Hash, niemals den Klartext. Nachrichten und Anhänge liegen im Object Storage mit strenger Aufbewahrungspolitik. Genaue Regeln: Wie lange hält Temp Mail?.
Was NICHT passiert
- Mail.td gibt deine Adresse nicht an Werbetreibende weiter
- liest deine Nachrichten nicht programmatisch
- archiviert keine abgelaufenen E-Mails — nach Ablauf werden Daten gelöscht